Vorbilder des Glaubens

Pit von Frihling, Künstler aus Hamburg entwarf 1966 die Fenster, Altar, Taufbecken, Kerzenhalter im Altarraum und die Eingangstür.

Die Fenster sind auf der Grundlage des Hebräerbriefes 11,1-13 entstanden.

 

Die Väter des Glaubens: Abraham, Noah, Henoch, Abel.

 

Welches Material eignete sich besser, als Glas, um das Unsichtbare sichtbar zu machen! In der Mitte jeden Fensters wird ein Symbol dargestellt, das auf die Person verweist, deren Glauben uns zum Zeugnis vorgestellt wird.Die Zeugen des Glaubens werden von rechts nach links dargestellt. Somit beginnt die Reihe der Zeugen mit Abel und geht über Henoch und Noah bis zu Abraham.

 

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem was man nicht sieht. (Heb.1,1). Das haben diese vier Glaubensväter uns gezeigt, Glaube entsteht nicht, weil man es nicht besser weiß oder weil es eine schöne Illusion vermittelt, sondern: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.

 

Abel

Im ersten Fenster sehen wir einen großen Opferaltar, auf dem ein Schaf liegt, das vom Feuer umfangen wird. Denn Abel war ein Schafhirte und brachte daher ein Lamm als Opfergabe.

 

Der Rest des Fensters ist ausgefüllt von den Feuerflammen, die zum Himmel emporzüngeln.

 

In Hebräerbrief heißt es über Abel: Weil Abel an Gott glaubte, war sein Opfer besser als das seines Bruders Kain. Gott nahm sein Opfer an, und Abel fand Gottes Anerkennung. Obwohl Abel schon lange tot ist, zeigt er uns noch heute, was es heißt, Gott zu vertrauen. (Hebr.11,4)

 

Abel wurde ein Hirt, Kain ein Bauer. 3 Einmal brachte Kain von seinem Ernteertrag dem Herrn ein Opfer. 4 Auch Abel brachte ihm ein Opfer; er nahm dafür die besten von den erstgeborenen Lämmern seiner Herde. Der Herr blickte freundlich auf Abel und sein Opfer,25 aber Kain und sein Opfer schaute er nicht an. Da stieg der Zorn in Kain hoch und er blickte finster zu Boden.3 6 Der Herr fragte ihn: »Warum bist du so zornig? Warum starrst du auf den Boden? 7 Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Kopf frei erheben; aber wenn du Böses planst, lauert die Sünde vor der Tür deines Herzens und will dich verschlingen. Du musst Herr über sie sein!«

Henoch

Im zweiten Fenster ist eine große Weinrebe abgebildet, die übrigen Fensterelemente sind ausgefüllt mit herbstlichen Farben des Weinlaubes. Dieses Fenster soll uns an Henoch erinnern. In der Bibel erfahren wir wenig über Henoch. Im 1. Buch Mose in Kapitel 5 lesen wir: „Henoch wandelte mit Gott, dann war er nicht mehr; denn Gott hatte ihn hinweg genommen.

 

Das ist deshalb auffällig, weil von seiner Vorfahren berichtet wird wie alt sie wurden und dass sie danach gestorben sind, gleiches wird von Henochs Nachfahren berichtet, die in einer langen Liste im 5. Kapitel des 1. Mosebuches aufgeführt werden. Nur von Henoch wird berichtet, dass „Gott ihn hinweg genommen“ habe.

 

Über Henoch schreibt der Apostel im Hebräerbrief: „Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, dass er den Tod nicht sähe; und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn zu sich entrückt hatte, denn vor seiner Entrückung, hatte er das Zeugnis erhalten, dass er Gottes Wohlgefallen habe. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen. Denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, zum Vergelter wird.“ (Hebr. 11,5+6)

 

Wenn wir mit Henoch fragen, wie wir "mit Gott leben können",dann können wir das nur "durch den Glauben", indem wir uns ihm anvertrauen. Henochs Vertrauen hat Gott so sehr gefallen, dass er ihn direkt zu sich nahm.

Noah

Im dritten Fenster ist die Arche des Noah dargestellt. Der Regenbogen spiegelt sich im oberen Teil der Arche und deutet so schon auf den Bund hin, den Gott nach der Sintflut stellvertretend für die Menschheit mit Noah schließen wird.

 

Im Hauptteil des Fensters dominieren die Wasserfluten auf denen die Arche schwimmt und der Regen, der vom Himmel fällt.

 

Die Geschichte von Noah ist eine der bekanntesten Geschichten der Bibel, darum soll hier nur Erwähnung finden, was der Apostel im Hebräerbrief schreibt:

 

7 Auch Noah glaubte Gott und befolgte gehorsam seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl weit und breit keine Gefahr zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Durch seinen Glauben wurde der Unglaube der anderen Menschen erst richtig deutlich. Und durch diesen Glauben fand Noah auch Gottes Anerkennung.(Heb.11,7)

 

Noah baut ein riesiges Schiff auf trockenem Land. Nur auf das Wort Gottes hin. Dazu gehört wirklich Mut, der nur aus einem tiefen Vertrauen erwachsen kann, dass Gott absolut zuverlässig ist. Genau deshalb wurde Noah auch zu dem großen Vorbild des Glaubens. Solcher Glaube ehrt zuerst Gott- und führt dann auch zur eigenen Rettung.

Abraham

Im vierten und letzten Fenster steht in der Mitte ein großes Dreieck, dieses Dreieck erinnert an das Zelt, in dem Abraham wohnte, nachdem er auf Gottes Anruf hin seine Heimatstadt Ur verlassen hatte. Und so erkennen wir in den anderen Fensterteilen auch Stadtelemente, die uns an Ur erinnern sollen.

 

Auch Abraham glaubte fest an Gott und hörte auf ihn. Als Gott ihm befahl, in ein Land zu ziehen, das ihm erst viel später gehören sollte, verließ er seine Heimat. 4 Dabei wusste er überhaupt nicht, wohin er kommen würde. 9 Er vertraute Gott. Das gab ihm die Kraft, als Fremder in dem Land zu leben, das Gott ihm versprochen hatte. (Heb.11,8-9)

 

Abraham hatte viele Male den Segen Gottes erfahren.

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